Der HVÖ und seine Geschichte

 

Der HARMONIKAVERBAND ÖSTERREICHS entstand eigentlich aus zwei Verbänden, die im Jahre 1954 unabhängig und ohne voneinander zu wissen, gegründet worden sind.

Der ÖSTERREICHISCHE HARMONIKAVERBAND (ÖHV) (er optierte auch die Mundharmonika in seine Arbeit) wurde im Juni 1954 und der AKKORDEONVERBAND ÖSTERREICHS (AVÖ) im September des gleichen Jahres gegründet. Der ÖHV hatte bei der Gründung die Unterstützung der Vertriebsgesellschaft für HOHNER – Musikinstrumente. Der Klavierproduzent Gustav Ignaz STINGL gründete 1953 die Zeitschrift “DAS AKKORDEON“. Die Redaktion hatte Frau Maria HALIK inne, sie war die Gattin eines Meisters im Betrieb von Stingl. Diese Zeitschrift führte immer mehr Interessenten aus dem Lehrerkreis zusammen und erst 1954 waren es Akkordeonlehrer, die einen eigenen Verband haben wollten. Im Proponenten-Komitee fanden sich Namen wie Kpm. Johannes Löw, Friedrich Maschner, Herry Jenisch‚ Gustav Ignaz Stingl und Walter Maurer als der Jüngste im Boot. Sie bereiteten die Gründung des AVÖ vor und der Verband hatte mit der Zeitschrift „Das Akkordeon“ sein eigenes Sprachrohr. Der ÖHV musste mit einer Beilage „Der Dreiklang“ in der Zeitschrift des deutschen Verbandes vorlieb nehmen. Beide Verbände waren bemüht, dem Akkordeon mehr Ansehen in der Musikwelt zu verschaffen und es mehr in die Musikschulen zu integrieren. Die meisten Akkordeonlehrer waren damals Privatlehrer, die für ihre eigene Gesundheits- und Altersvorsorge aufkommen und überdies noch die steuerliche Veranlagung selbst durchführen mussten. Für viele war das nicht einfach. Der ÖHV startete bereits 1955 mit einem österreichweiten Wettbewerb, der AVÖ folgte 1956. Die Ausschreibungen waren sehr unterschiedlich. Der ÖHV teilte die Wertungsklassen nach Schwierigkeitsgraden, der AVÖ nach dem Alter ein. Während der ÖHV mit dem Wettbewerb vorerst in Wien blieb, versuchte der AVÖ in die Bundesländer zu gehen, um aufzuzeigen, dass das Akkordeon auch Originalmusik besaß. Unterstützt wurde er dabei vom Musikverlag Josef DÖRR (Wien), der speziell österreichische Komponisten beauftragte, Musik für das Akkordeon zu schreiben. Dörr stellte auch für jede Ausgabe der Zeitschrift „Das Akkordeon“ eine Notenbeilage zur Verfügung. Beide Verbände konnten für sich in Anspruch nehmen, für das Akkordeon in Österreich Wegbereiter gewesen zu sein. Immer mehr Musikschulen nahmen das Akkordeon in ihr Lehrangebot auf und in den Kommissionen für die Lehrpläne finden wir immer wieder Leute aus dem Verband. Lehrer, die in die Musikschule überwechselten, waren zumindest einige Sorgen los (100% Gesundheits-, Pensionsvorsorge sowie Steuern und Abgaben).

Es gab auch zwei Weltverbände, wobei wieder der ÖHV dem einen und der AVÖ dem anderen angehörte. 1958 organisierte der AVÖ den ersten internationalen Wettbewerb der C.M.A. in Wien. Der ÖHV folgte 1960 mit der Coupe Mondiale der C.I.A. ebenfalls in Wien. Auch diese Wettbewerbe sollten zeigen, wie sich das Akkordeonspiel weltweit entwickelt hatte.

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